Insgesamt 192 Jahre kommunalpolitisches Wirken
Die CSU hat langjährige kommunalpolitische Mandatsträger für ihr außergewöhnliches Engagement in Stadtrat und Kreistag geehrt. Zusammen bringen die Geehrten beeindruckende 192 Jahre kommunalpolitisches Wirken für Neuburg und den Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ein.
Im Mittelpunkt standen Persönlichkeiten, die über Jahrzehnte Verantwortung übernommen, Entwicklungen angestoßen und ihre Erfahrung in den Dienst der Stadt und des Landkreises gestellt haben.
Dr. Bernhard Gmehling wurde für 30 Jahre im Neuburger Stadtrat und 24 Jahre als Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Neuburg an der Donau gewürdigt. In seine Amtszeit fallen Entwicklungen, die weit über den Tag hinaus Strahlkraft besitzen: die Ansiedlung von Audi, die Chance, Neuburg als Hochschulstandort zu etablieren, sowie der Ausbau des Nahwärmenetzes der Stadtwerke – um nur einige Beispiele zu nennen. Die CSU dankte ihm für sein herausragendes Wirken und wünschte ihm für den Ruhestand alles Gute. Der Politik bleibt Dr. Gmehling weiterhin als Kreisrat im Kreistag erhalten.
Elfriede Müller blickt auf 36 Jahre kommunalpolitisches Engagement zurück: 24 Jahre im Neuburger Stadtrat und 12 Jahre im Kreistag. Als Friedhofsreferentin setzte sie Projekte um, die ihr persönlich besonders am Herzen lagen. Dazu zählt insbesondere die Einrichtung einer würdevollen Begräbnisstätte für früh verstorbene Kinder. Auch der barriereärmere Ausbau der Wege am Alten Friedhof – trotz mancher Widerstände – sowie die Renovierung des Kreuzwegs in Ried tragen ihre Handschrift. Im Kreistag war sie zwei Wahlperioden lang als Sozialreferentin aktiv.
Alfred Hornung gehörte 24 Jahre dem Neuburger Stadtrat an. Als Referent für die städtischen Betriebe setzte er sich besonders für den Schutz der Stadtbäume ein. Seine fachliche Expertise war nicht nur im Stadtrat gefragt, sondern auch als Kreisrat und als Mitglied des Jagdbeirats am Landratsamt. Als Fraktionsvorsitzender wurde vor allem sein ausgleichendes Wesen, seine Sachlichkeit und seine faire Diskussionskultur geschätzt.
Reinhard Reißner wurde für beeindruckende 54 Jahre kommunalpolitisches Wirken geehrt. Bereits 1972 wurde er in den Gemeinderat Feldkirchen und in den Kreistag Neuburg-Schrobenhausen gewählt. Ab 1978 gehörte er dem Neuburger Stadtrat sowie weiterhin dem Kreistag an. 2002 gelang ihm erneut der Einzug in den Kreistag – damals von Listenplatz 57 aus. Dieses Mandat übte er bis April 2026 aus. Darüber hinaus prägte er die Junge Union als Kreisvorsitzender von 1981 bis 1983 und hinterließ einen Kreisverband mit 925 Mitgliedern. Von 1986 bis 1988 stand er zudem an der Spitze der CSU im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.
Hans Mayr wurde für 36 Jahre im Neuburger Stadtrat gewürdigt. Die Neuburger Rundschau beschrieb sein Wirken einst mit den Worten „Strippenzieher, Netzwerker, Macher“ – eine treffende Zusammenfassung seines kommunalpolitischen Profils. 24 Jahre lang war er Referent für die Feuerwehren der Stadt Neuburg. Die Ansiedlung der Maschinenringe, Audi Neuburg und der Campus Neuburg gehen maßgeblich auch auf sein Engagement und seine Netzwerkarbeit zurück.
Manfred Enzersberger gehörte 12 Jahre dem Neuburger Stadtrat an. In dieser Zeit war er durchgehend als Marktreferent tätig. Darüber hinaus brachte er sich im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss, im Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss, im Kultur- und Personalausschuss sowie als Fraktionsvorsitzender ein. Die CSU dankte ihm für seine verlässliche Arbeit und seinen Einsatz für die Stadt Neuburg.
Die Ehrung machte deutlich: Kommunalpolitik lebt von Menschen, die über viele Jahre Verantwortung übernehmen, zuhören, gestalten und Entscheidungen treffen. Die CSU sprach allen Geehrten großen Dank und Anerkennung für ihr langjähriges Wirken zum Wohl der Stadt Neuburg und des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen aus.
Bildnachweis: Bastian Hübschle